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→ Deutsche Abgeordneten im ersten tschechoslowakischen Parlament in Prag 1920 (2)

Sudetendeutscher Pressedienst (SdP), Wien, am 14. Mai 2014

Die deutschen Abgeordneten im ersten tschecho-slowakischen Parlament in Prag 1920 (2)

Utl.: „Friedensverträge“ von 1919 als Quelle des Unheils

Die besten Köpfe und Staatsmänner der damaligen Zeit haben die „Friedensverträge“ des Jahres 1919 als eine Quelle des Unheils und des Grundes für neue Kriege bezeichnet.

Es hätte keinen Hitler ohne das Diktat von Versailles, ohne die Zerstückelung Österreichs, ohne das Massenelend der Nachkriegsjahre und ohne das völlige Versagen des Völkerbundes beim Minderheitenschutz gegeben, auch wenn man diese Tatsachen heute gern totschweigt.

Es war kein wahrer Frieden, sondern die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. So erklärte die tschechische Presse die Tschechisierung des Sudetenlandes als wichtigste Aufgabe für den tschechischen Staat.  Allein im Jahre 1919 wurden rund 3000 deutsche Schulen geschlossen, zehntausend deutsche Staatsbeamte entlassen  und durch die „Bodenreform“ abertausende Hektar deutschen Landes „tschechisiert“. Eine riesige Not und eine große Arbeitslosigkeit unter den Sudetendeutschen war die Folge. In rein deutsche Gebiete kamen tschechische Beamte (Bahn, Post, Polizei), die der deutschen Sprache nicht oder nur mangelhaft mächtig waren. Deutsche wurden entlassen, wenn sie die tschechische Sprachprüfung im deutschen Gebiet nicht bestanden.

Hinzu kamen die manipulierten, undemokratischen Wahlgesetze zu Gunsten der Tschechen. Hier nur einige Beispiele:

Im tschechischen Wahlkreis Prag kamen auf 22.000 Stimmen ein Abgeordneter. Im deutschen Wahlkreis Böhmisch-Leipa auf  26.438, im deutschen Wahlkreis Karlsbad auf  24.272.

Zusammensetzung des 1. Prager Parlamentes (1920): 204 (67.9%) Tschechen und Slowaken,73 (24.3%) Deutsche, 13 (4.3%) Ungarn, 8 (2.7%) Ruthenen (Ukrainer), 2  (0.7%) Polen Insgesamt 300 (100%) Abgeordnete. Zwei Drittel der in den geschlossenen deutschen  Sprachgebieten lebenden Deutschen hatten keine tschechischen Sprachkenntnisse. Die Hälfte der Tschechen  in den ländlichen Gebieten Böhmen und Mährens sprach kein Deutsch.

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