Sie sind hier

Daniela Strigl: Maria von Ebner-Eschenbach

Daniela Strigl

Berühmt sein ist nichts

Marie von Ebner-Eschenbach

Eine Biographie

 

439 Seiten, bebildert mit SU, ISBN: 9783701733408,         Preis: € 26,90.                 Dieses Buch ist auch als ISBN ebook: 9783701745296 erhältlich, Preis: € 18,99. 2016 Residenz Verlag Salzburg-Wien,

Residenz Verlag GmbH, Mühlstr. 7, 5023 Salzburg-Gnigl, Tel. +43 662/641 900-0,

Fax +43 662/641 900-150,  info@residenzverlag.at, www.residenzverlag.at

In der ersten deutschsprachigen Biographie seit 1920 verfolgt Daniela Strigl Marie von Ebner-Eschenbachs Weg von ihrer Geburt im südmährischen Schloss Zdislawitz bis zum späten Erfolg.

Die berühmteste österreichische Schriftstellerin des 19. Jhs. wurde lange nur als „Dichterin der Güte“ wahrgenommen. Doch zerrissen zwischen adeliger Herkunft und sozialer Gesinnung, Ethos und Ironie, Ehrgeiz und Bescheidenheit, gesellschaftlichen Rücksichten und der Leidenschaft fürs Schreiben, hielt Ebner-Eschenbach gegen den Widerstand ihrer Familie, gegen die Häme der Theaterkritik unbeirrbar an ihrem Ziel fest: „Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.“

Abgeschrieben kann das Leben nie werden, dazu ist es zu reich.

Bis heute berühmt als scharfe Aphoristikerin und einfühlsame Erzählerin, war Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) doch viel mehr: Poetische Realistin, Dramatikerin, Fürsprecherin der Emanzipation, Kämpferin gegen den Antisemitismus, Offiziersgattin, gelernte Uhrmacherin, Tierfreundin und »Reitnärrin«. Facettenreich und spannend beschreibt Daniela Strigl den Reichtum, aber auch die Widersprüche des fast ein Jahrhundert umfassenden Lebens der Dichterin und verführt uns zu einer zeitgenössischen Lesart ihres vielschichtigen Werks.

Am 12. März vor 100 Jahren ist Marie von Ebner-Eschenbach, geborene Dubský, im 86. Lebensjahr verstorben.

Ebner-Eschenbach wird zu Unrecht nicht in der Reihe der Autorinnen der Moderne genannt. Ihre Wirklichkeitsdarstellung, ihre Themen, ihre Sprache entsprechen dem Programm der Moderne: Sie zeichnete ein kritisches, ein realistisches Bild der Welt. Sie war präzise, klug, scharfzüngig und ironisch. So veröffentlichte sie etwa in der Hochzeit des Neoabsolutismus 1858 eine Briefsatire „Aus Franzensbad" über präpotente Aristokraten und saturierte Bürger.

Sie war die erste Frau, die mit einem Ehrendoktorat der Universität Wien ausgezeichnet wurde. Sie war eine brillante Aphoristikerin, die es verstand, Tatsachen des Menschlichen und Sozialen in wenigen Worten auf den Punkt zu bringen: „Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit."

Daniela Strigl geboren 1964 in Wien, Studium der Germanistik, Philosophie, Geschichte, Theaterwissenschaft. Essayistin, Literaturkritikerin, Lehrbeauftragte am Institut für Germanistik der Universität Wien. 2003–2009, 2011-2014 Mitglied der Jury des Ingeborg Bachmann Preises (Klagenfurt). 2009 Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises.

Bereich: 

Theme by Danetsoft and Danang Probo Sayekti inspired by Maksimer