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Die Schatzkammer der Deutschen Ordens in Wien - Raphael Beuing, Udo Arnold (Herausgeb.)

Raphael Beuing,  Udo Arnold (Herausgeber)

 

Die Schatzkammer des Deutschen Ordens in Wien; Katalog

(Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Band 70 , Weimar 2015)

2015, 416 Seiten, gebunden, 517 Abb. in Farbe, Größe: 297/255/30 mm,

ISBN 978-3-89739-746-0, Preis: € 48,00

Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften Weimar,

Eselsweg 17 • D-99441 Kromsdorf/Weimar, Telefon: +49-3643-83030 • Fax: +49-3643-830313

E-Mail: info@vdg-weimar.de    www.vdg-weimar.de

Die Schatzkammer des Deutschen Ordens im Herzen von Wien, gleich neben dem Stephansdom, blickt auf eine Geschichte von über 500 Jahren zurück. Die Sammlung des ehemaligen Ritterordens umfasst Werke der Goldschmiedekunst und des Steinschnitts, liturgische und profane Gefäße, Insignien, Prunkwaffen, Uhren, Kostüme sowie Altargemälde, Porträts und Historiengemälde. Die Ursprünge des Ordensschatzes liegen im süddeutschen Mergentheim, wo der Hochmeister als Ordensoberer nach der Reformation residierte. Bedeutende Kleinodien sind aus der Kunstkammer Kaiser Rudolfs II. auf seinen Bruder, den Hochmeister Erzherzog Maximilian III. von Österreich, übergegangen. Evakuierungen, die napoleonischen Kriege und die Beschlagnahmung in der Zeit des Nationalsozialismus setzten der Sammlung zu, bis sie als Museum dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht wurde.

Der Hauptteil des Schatzes des Deutschen Ordens wurde am jeweiligen Sitz des Hochmeisters (bis 1466 Marienburg, bis 1525 Königsberg/Ostpreußen, 1525-1809 Mergentheim) verwahrt. Teile kamen während der Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts vorübergehend an andere Orte (Wien, Regensburg, Nürnberg). Zuwächse kamen 1623 aus der Kunstkammer Erzherzog Maximilians III. (des Deutschmeisters) sowie aus Beständen aufgelöster Ordenskommenden. Seit 1809 befindet sich der Deutschordensschatz in Wien (1, Singerstraße 7; heutiger Zugang: 1. Tor, 1. Stiege, 2. Stock). Die Bestände umfassen Insignien, Münzen, Medaillen, Typare und Siegel des Deutschen Ordens, Tafelgeschirr, Meßgeräte, Rüstungen, Kostüme und Uniformen des Ordens, Gemälde und Kuriosa.

825 Jahre nach Gründung des Deutschen Ordens während des Dritten Kreuzzugs im Heiligen Land und 150 Jahre nach dem bibliophilen Werk „Kleinodien des Deutschen Ritterordens" von Beda Dudik ist das vorliegende Buch die erste wissenschaftliche und fotografische Aufnahme des Ordensschatzes auf gegen­wärtigem Stand. Es schildert die Geschichte der Sammlung bis in die jüngste Gegenwart und lässt in über 300, von diversen Fachleuten verfassten Einträgen den einzelnen Objekten der Schatzkammer die gebührende wissenschaftliche Einordnung zuteil werden.

Raphael Beuing studierte Kunstgeschichte und Katholische Theologie in Münster und Durham. Im Jahre 2007 legte er an der Universität Münster seine Dissertation „Reiterbilder der Frührenaissance. Monument und Memoria" vor. Von 2006 bis 2008 betreute er als Kurator die Schatzkammer des Deutschen Ordens, für weitere drei Jahre war er am Historischen Museum Basel tätig. Seit Februar 2012 ist er Referent für Waffen, Uhren, wissenschaftliche Instrumente und unedle Metalle am Bayerischen National­museum in München.

 

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