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Dietmar Grieser: Wege, die man nicht vergißt

Dietmar Grieser: Wege, die man nicht vergißt

Entdeckungen und Erinnerungen

Hier die 4,5 km lange Prater-Hauptallee, dort die nur zwei Hausnummern zählende Fahnengasse, die Österreich um ein Haar in einen Krieg gestürzt hätte: Dietmar Grieser, der „Meister der Miniatur“ (NZZ), lädt in seinem neuen Buch zu einer spannenden Spurensuche ein.

2015, 280 Seiten, 36 Abbildungen, Hartkarton mit Umschlag,  ISBN: 978-3-99050-001-9,

Preis: 24.95 EUR

AMALTHEA SIGNUM VERLAG, 1037 Wien, Am Heumarkt 19, Tel. 01 / 7 12 35 60,
Fax:  01 / 7 13 89 95, E-Mail:  verlag@amalthea.at                  www.amalthea.at

Hier die 4,5 km lange Prater-Hauptallee, dort die nur zwei Hausnummern zählende Fahnengasse, die Österreich um ein Haar in einen Krieg gestürzt hätte: Dietmar Grieser, der „Meister der Miniatur“ (NZZ), lädt in seinem neuen Buch zu einer spannenden Spurensuche ein.

Er führt uns auf berühmte ebenso wie auf zahlreiche erst von ihm entdeckte Verkehrswege: von den Tummelplätzen seiner eigenen Kindheit und Jugend über die »Via Sacra« der Mariazell-Pilger bis zum legendären »F-Weg«, der 1942 Franz Werfel und vielen weiteren politisch verfolgten Künstlern das Leben gerettet hat. Seinen schaurigen Unfalltod auf den Champs-Elysés hat Ödön von Horvát mit dem prophetischen Diktum »Straßen machen mir Angst!« vorweggenommen.

Grieser erzählt die Geschichte der Kaiserstraße nach Olmütz, wo 1848 der 18jährige Franz Joseph den Thron bestiegen hat. Wir lustwandeln auf der Kaiserpromenade von Gastein, begleiten Mozart auf der Reise nach Prag und  Veza Canetti auf den Weg durch die »Gelbe Straße«. Der Autor enthüllt die Geheimnisse der Wiener »Durchhäuser«, beschreibt seine ersten Schritte durch Wien von 1957 und geht der Frage nach, wieso es bei der »Taufe« neuer Straßen, Gassen und Plätze so lange gedauert hat, bis das männliche Monopol gebrochen worden ist.


Die Kontroversen um spektakuläre Straßenumbenennungen fehlen ebensowenig wie Exkurse in die Welt der Briefträger, Straßenhändler, Schnorrer und Hausierer. Fernziele sind Tennessee Williams’ »Endstation Sehnsucht« und Fellinis »La Strada« ebenso wie die Catfish Row aus der Oper »Porgy and Bess« und die Wüstenroute von El Alamein. Alles in allem: ein Erlebnisbericht der Sonderklasse.

Für Heimatvertriebene sind besonders die Kapitel aus Griesers Kindheit und Jugend interessant: „Der Nabel der Welt“ – die König-Ottokar-Straße 10, im oberschlesichen Leobschütz/Glubczyce und „Kein leichter Weg“ – Kriegsende am Starnbergersee, wo dem schwächlichen Flüchtlingskind in seinen abgerissenen Kleidern die Buben aus dem Ort auflauerten!

Dietmar Grieser

1934 geboren, lebt seit 1957 in Wien und ist seit 1973 als Buchautor erfolgreich. Seine Bestseller wurden in mehrere Sprachen übersetzt, etliche auch fürs Fernsehen verfilmt. Zu seinen Auszeichnungen zählen u.a. der Eichendorff-Literaturpreis, der Donauland-Sachbuchpreis, der Buchpreis der Wiener Wirtschaft, der tschechische Kulturpreis „Artis Bohemiae Amicis“, das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst sowie das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Zuletzt bei Amalthea erschienen: „Die böhmische Großmutter“, „Der Onkel aus Preßburg“, „Das zweite Ich“, „Das gibt´s nur in Wien“ und „Landpartie“.

 

 

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