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Erinnerung an Jiří Gruša mit Buchpräsentation

Erzählungen

Dramen

Prosa II /Dramen

Mit einem Vorwort von Cornelius Hell

 

307 Seiten, 120mm breit, 195 mm hoch, fester Einband mit SU, ISBN 978-3-99029-183-2,

Preis: € 21,.--

Deutschsprachige Ausgabe, herausgegeben von Hans Dieter Zimmermann und Dalibor Dobiaš – Gesammelte Werke in 10 Bänden

Nieser Verlag GmbH, A-9020 Klagenfurt, 8.Mai-Straße 12, Tel. +43 (0)463 370 36, Fax: +43 (0) 463 376 35, E-Mail: office@wieser-verlag.comwww.wieser-verlag.com

 

Im Rahmen eines Erinnerungsabends an Jiří Gruša am 25.2.2016 in der Wiener Botschaft der Tschechischen Republik in Österreich wurde dieses Büchlein präsentiert.

Außer drei kleinen frühen Erzählungen, Jugendwerken, enthält der Band alle Erzählungen, die Gruša zwischen 1965 und 2009 schrieb. Die Erzählungen werden in chronologischer Reihenfolge abgedruckt nach den Daten der Publikation, die Texte aus dem Nachlass nach dem mutmaßlichen Datum der Entstehung.

So ergibt sich ein Einblick in Grušas Entwicklung als Prosaist: Da sind kafkaeske Texte, die eine entfremdete Situation bringen. einen Helden in einer -Welt, deren Regeln er nicht kennt, da sind aber auch Texte, die Erinnerungen an Kindheit und Jugend fast realistisch festhalten. Die Erzählungen bieten eine Spannbreite die überrascht und erfreut.

Jiří Gruša

Das literarische und essayistische (Euvre des Schriftstellers, Intellektuellen und Diplomaten Jiří Gruša (1938-2011) lässt sich dezidiert als ein Werk von europäischem Format beschreiben. Dies gilt in einem doppelten Sinn: im Hinblick auf seine ästhetische Qualität wie auch hinsichtlich seiner zukunftsweisenden transnationalen Diktion und Dimension.

Das Werk des 1938 in Pardubice geborenen, 1981 ausgebürgerten und 2011 in Deutschland verstorbenen Autors umfasst ein heterogenes Werk, das in zwei Sprachen - Deutsch und Tschechisch - verfasst ist und das mehrere Kontexte aufweist: einen tschechischen, einen deutschen, einen österreichischen und einen europäischen. Die kritische Sichtung vieler unpublizierter Texte sowie die lektorierte Neuausgabe seiner Romane und seiner Lyrik bilden das Zentrum der Klagenfurter Werkausgabe, die Sabine Gruša zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Tschechien, Österreich und Deutschland unter Leitung von Hans Dieter Zimmermann und Dalibor Dobiaš initiiert hat.

Dabei geht es nicht nur um die unbestreitbare Tatsache, dass seine Romane, Gedichte, Vorträge und Aufsätze Teil eines gemeinsamen europäischen Gedächtnisses vor und nach der Wende von 1989 sind, und auch nicht nur um die Sicherung eines hervorragenden literarischen Werkes, sondern um die maßgeblichen Impulse, die von Grušas wegweisendem transnationalen und nationalitätskritischen Denken ausgehen und die mit einem bestimmten Habitus verbunden sind, den man als „europäisch" bezeichnen kann.

Die zehnbändige Werkausgabe soll mit einer Neuausgabe von Grusas bekanntestem Werk Der 16 Fragebogen sowie mit seinem vieldiskutierten historischen Essay über Edvard Benes beginnen.

 

 

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