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F. Meissner-Blau: Die Frage bleibt

Freda Meissner-Blau

Die Frage bleibt

88 Lern- und Wanderjahre. 
Im Gespräch mit Gert Dressel

Ihr Kampf gegen die Atomenergie, die Besetzung der Hainburger Au 1984 und ihre Präsidentschaftskandidatur 1986 machten sie zur Galionsfigur. Sie gilt als eine Pionierin der österreichischen Umweltbewegung und wichtige Begründerin der Grünen Partei im Parlament.

1.Auflage, 288 Seiten, geb. mit Farbcover, viele schwarz/weiß Bilder,Preis: € 24.95,

ISBN: 978-3-85002-897-4, auch als E-BOOK erhältlich

Amalthea Signum Verlag, Wien  www.amalthea.at

Im Rückblick auf fast neun Jahrzehnte erzählt Freda Meissner-Blau aus ihrem persönlichen und politischen Leben, von wesentlichen Um- und von Aufbrüchen, sie gibt Einblicke in ihren Optimismus und die Kraft, mit der sie die Wirren des 20. Jahrhunderts überstanden hat.

Die Flucht in den letzten Kriegstagen führte sie nach Deutschland, in die USA, nach Italien und England, später lebte sie in Afrika und Frankreich, wo sie u.a. für die UNESCO tätig war. In Wien baute sie als Generalsekretärin das Institut für Höhere Studien (IHS) auf und konnte als Bildungsreferentin in der ÖMV den Arbeitern und danach zahlreichen Frauen den Weg zu mehr Selbstbewusstsein vermitteln.

Es ist das Leben selbst und die Ausbeutung von Natur und Mensch, die sie zu einem politisch denkenden und handelnden Menschen gemacht haben. Ihr unbeugsamer Überlebenswille, auch mit einem zweiten Herzen ,ließ sie die Sensibilität bewahren, gerade auch in der Politik.

„Nun, da der allergrößte Teil meiner Zukunft hinter mir liegt, kann ich auf viel Vergangenheit zurückblicken. Auf eine Lebensgeschichte, die zugleich die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert war, mit all ihren politischen und persönlichen Brüchen, die in Ungewissheit führten und die Essenz des Lebens zu sein. Es war eine Zeit, in der das Undenkbare denkbar wurde und das Unmögliche möglich. Ich bin jetzt so frei, wie ich noch nie war.“

Freda-Meissner-Blau

Ihre Wurzeln sind in Reichenberg – durch Vorfahren mütterlicherseits die von Westfalen nach Reichenberg/Liberec in Nordböhmen kamen. Ihr Großvater Wilhelm von Stiepel hatte aus einer kleinen Druckerei eine große Druck-und Verlagsanstalt aufgebaut. Der Industrielle lebte eine innere Verantwortung gegenüber seinen ca. achthundert Arbeitern. Im repräsentativen großbürgerlichen Haus war Kultur groß geschrieben, jeden Donnerstag gab es Hauskonzerte im Musiksalon.

Die väterlichen Großeltern Maria und Rudolf von Meissner von Hohenmeiss lebten in Prag, wo Fredas Mutter Kunstgeschichte studierte und Ferry von Meissner heiratete, mit dem sie vier Kinder hatte, Freda die Jüngste wurde im März 1927 in Dresden geboren. Nach Linz kam die Familie Anfang 1939 nach Wien, wo ihr Vater bald als Chefredakteur der deutschsprachigen Zeitung der Slowakei nach Preßburg ging. Als Zwölfjährige kam sie zu den Jungmädchen des BDM im vierten Wiener Bezirk rund um die Schelleingasse, wo sie das Gemeinschaftsgefühl genoss, das sie zuhause nicht verspürte, in ihrer Lebensgeschichte ist sie Zeitzeugin der Kriegszeit, beim angloamerikanischen Feuersturm im Feber 1945 in Dresden, von Flucht und Vertreibung und dem Überlebenskampf in der Nachkriegszeit!

 

 

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