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Felix Höbarth u.a. : 100 Jahre Melker Pioniere

Felix Höbarth und Gastautoren:

100 Jahre Melker Pioniere, Geschichte und Geschichten, 1913 - 2013

Eine interessante Dokumentation über die Melker Pioniere kurz vor dem und im 1. Weltkrieg und in allen Epochen bis ins Jahr 2013 – einschließlich Hinweisen auf die Pioniereinsätze im 2. Weltkrieg. Kasernenbau, Einzug der Truppe 1913, Einsätze im 1. Weltkrieg, Pioniertruppe der 1. Republik, Übernahme der Pioniertruppe durch die Deutsche Wehrmacht und Einsätze im 2. Weltkrieg. Einsätze und Entwicklung im Bundesheer der 2. Republik im In- und Ausland. Technische Entwicklung bis heute.

Verein Melker Pioniere, Prinzlstraße 22. 3390 Melk, Tel.: 050201 / 363 1501, 306 Seiten, 245 x 175 mm, viele Fotos färbig, gebunden, ISBN 978-3-200-02986-6, Preis: € 19,- inkl. Versand innerhalb von Österreich. Kontakt: pib3@bmlv.gv.at

Homepage: www.melker-pioniere.at, www.bundesheer.at, www.melk.gv.at

Mehrere Gastautoren berichten über die Abfolge und Umwelt der Melker Pioniere.

„Wer niemals einen Balken trug, Piloten in die Erde schlug, wer nie Anker warf bei Sturm und Wind, weiß nicht, was Pioniere sind!“

In diesem Leitspruch der Pioniere des Österreichischen Bundesheeres steckt schon sehr viel Wahrheitsgehalt und Aussagekraft. Und weil gerade die Melker Pioniere auf eine über 100-jährige erfolgreiche, sowie auch bewegte Geschichte zurückblicken können, wurde im Rahmen der Schallaburg-Ausstellung „Jubel & Elend / Leben mit dem großen Krieg 1914-1918“ ein absolut lesenswertes Buch zum Titel und Thema „100 Jahre Melker Pioniere, 1913-2013, Geschichte und Geschichten / Neu-Pisek an der Donau“ von Autor Felix Höbarth präsentiert.

Das Pionierdenkmal, welches von 1961 bis 1998 bei der Rollfähre im Hafen am Beginn der Pionierstraße stand, wurde am 20. September 1959 eingeweiht. Der Tiroler Alois Dorn hatte es erschaffen.

Die Pioniere und die niederösterreichische Stadt Melk an der Donau sind seit über 100 Jahren sehr eng miteinander verbunden und verwurzelt. Ja, die Bevölkerung lässt den Soldaten stets eine überaus große Wertschätzung zuteilwerden. Die Schilderung setzt anno 1913 ein, als Pionier-Einheiten der k.u.k.-Armee aus Theresienstadt in Böhmen kommend in die Freiherr von Birago-Kaserne am Melker „Kronbichl“ gezogen sind. Seit jener Zeit ist die Stadt nicht nur für sein imposantes Benediktinerkloster Stift Melk hoch oben über der Donau thronend bekannt und auch als Ausgangspunkt für Reisen in die Wachau beliebt, nein, der gelernte Österreicher verbindet mit Melk auch zweifellos die Melker Pioniere.

Buch-Autor Vizeleutnant Felix Höbarth führte, quasi ganz Pionier-like, einen Brückenschlag von der Vergangenheit über die Gegenwart hinein in die Zukunft durch.

Unterstützt wurde er dabei von einigen Gast-Autoren, die einst und jetzt entweder als Berufs-Soldaten, oder aber als Grundwehrdiener mit den Melker Pionieren eng verwoben waren – und auch heute noch sind. Der breite Bogen der Berichterstattung lässt nichts aus. Von den Anfängen im April 1913 über die schrecklichen Jahre der beiden Weltkriege – die Kaserne Melk wurde beispielsweise in den 1940er Jahren als KZ-Nebenlager von Mauthausen genützt und 1946 als Sammellager für Heimatvertriebene verwendet – über die Jahre des Wiederaufbaus von Österreich bis hin zu den heute allseits bekannten „Schutz und Hilfe“-Einsätzen.

1946 wurde es ein Sammellager für die deutschen Heimatvertriebenen

Auf sechs Seiten wird das Schicksal der Heimatvertriebenen nicht vergessen, als über 260.000 aus Österreich – im Einvernehmen des Innenministeriums mit der sowjetischen Besatzungsmacht – in Bahntransporten weiter nach Westdeutschland abgeschoben wurden! Am 30.5.2010 ist es dem VLÖ gelungen – Verständnis für die Anbringung einer Gedenktafel beim Eingang der Birogo-Kaserne zu finden. Darauf kann man lesen, dass 1946 in 62 Bahntransporten vom Sammellager Melk 72.930 Altösterreicher nach Westdeutschland abgeschoben wurden! Die Kosten für die Tafel kamen durch einen Spendenaufruf zusammen. Die Seiten werden geschmückt durch Bilder aus der Postkartenserie „Aus der Heimat vertrieben“ des sudetendeutschen Malers Ernst Kutzer aus Böhm. Leipa.

Entstanden ist daraus ein über 300 Seiten umfassender Gesamt-Almanach, ausgestattet mit 420, teilweise sehr seltenen und interessanten, Bild-Dokumenten der Geschichte der Melker Pioniere, aber auch überhaupt der Geschichte Österreichs. 

Kontakt zum Autor: CR Felix Hörbarth OStv

Geschäftlich: +43 (050201) 3631501 Mobiltelefon: +43 (0) 664 91 05 997

E-Mail: pib3.oea@bmlvs.gv.at

 

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