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Gedenken beim Mahnmal

 
HEIMATTAG KLOSTERNEUBURG        Kranzniederlegung am Sudetendeutschen Platz

Dkfm. Hans-Günter Grech sprach am 13.September 2015 Worte des Gedenkens

„Sehr verehrte Fest- und Ehrengäste, liebe Landsleute!

Bei unserem heutigen Totengedenken anlässlich des Sudetendeutschen Heimattages hier am Sudetendeutschen Platz in unserer Patenstadt Klosterneuburg wollen wir uns vor allem an zwei Ereignisse des vorigen Jahrhunderts  erinnern:

  • 70 Jahre Vertreibung und Völkermord an den Sudetendeutschen.
  • 100 Jahre Völkermord und Vertreibung des armenischen Volkes 

Die UN-Konvention definiert Völkermord als „eine der folgenden Handlungen, begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören“:

  • das Töten von Angehörigen einer Gruppe
  • das Zufügen von schweren körperlichen Schäden
  • die absichtliche Unterwerfung, die auf die völlige oder teilweise physische Zerstörung der Gruppe abzielt
  • die Anordnung von Maßnahmen zur Geburtenverhinderung
  • die zwangsweise Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe.

Und ergänzend heißt es: Es macht sich schon jemand des Völkermordes schuldig, der lediglich beabsichtigt, also den Vorsatz hat, eine Menschengruppe zu vernichten!

Wir wollen bei unserer heutigen Totenehrung besonders an diese beiden, für uns so schrecklichen Ereignisse vor 100 bzw. 70 Jahren denken.

Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir denken heute besonders auch an die in einem der ersten systematischen Genozide des 20. Jahrhunderts vor 100 Jahren bei den Massakern und Deportationen zum Opfer gefallenen Angehörigen des armenischen Volkes und halten fest: Vertreibungen sind, waren und werden immer sein  à VÖLKERMORD!

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft ihr Leben verloren.

Wir gedenken all derer, die in der Folge von Krieg und sonstigen Auseinandersetzungen auf der Flucht oder bei unmenschlichen Vertreibungen aus ihrer Heimat ihr Leben verloren.

Wir gedenken unserer Toten, die nach Flucht und Vertreibung aus ihrer angestammten Heimat in ihren neuen Heimatländern ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Und wir gedenken vor allem jener Verstorbenen, die uns seit unserer letzten Zusammenkunft in die ewige Heimat vorangegangen sind.

Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten - und teilen ihren Schmerz.

Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen.

Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen!

(Slawisches Sprichwort)

ALLEN UNSEREN TOTEN GEHÖRT DIESER AUGENBLICK!“


 

Fotogalerie (30 Bilder):

https://www.dropbox.com/sc/hrguwc14yqgnxbh/AABPgdHr8XTfWfFrA21pFP0qa

Alle Fotos © Alfred Nechvatal

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