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Hans Dama: In Werden reift Vergehen

Hans Dama

Im Werden reift Vergehen
Gedichte

2013, 98 Seiten, ISBN: 978-3-85407-077-1, Preis: € 12,-- Bestellungen unter: hans.dama@gmx.at

Das Bestreben nach Unsterblichkeit ist ein uralter Wunsch, ob nun religiös die Seele im Weiterleben nach dem Tod, in der Wiedergeburt, der Metempsychose oder, zumindest –

und vor allem aber – das der (eigenen) Person durch den Namen (s. Dein Name, S. 11) erfolgt, ist einerlei.

Wie klein du bist,

trotz vermeintlicher Namensgröße. Einbildungsblöße?

Was sind schon große Namen für die Ewigkeit?

Wunschdenken in Hoffnungsemail.

Berühmt ist nur die Schöpfung.

Messe dich nie mit ihr,

weder du, noch du oder du ….

Was seit der Antike an diesem Bestreben „lodert“, hat sich unaufhaltsam durch

Jahrtausende fortgesetzt. Doch im Spiel der Mächte – von Galaxien bis hin zu irdischen Naturgewalten – ist der Faktor Mensch lediglich eine zu vernachlässigende Größe im existentialistischen Sinn, denn Bescheidenheit, ja (fast) Demut vor dem Sein, vor der Existenz, als winziger Bestandteil im gewaltigen Räderwerk aller Naturelemente, wäre

wohl angebracht.

Den Wichtigkeitsdampf des eigenen ICH ablassen, sich der Rolle bewusst werdend, dass, unwesentlich, welchen Namen ich führe –, „Bescheidenheit von Größe“ zeigt, würde der Menschheit mehr fruchten als Egoismus und Wichtigtuerei. Diese Problematik wird im vorliegenden Band – neben anderen Themen – gezielt angesprochen.

Hans Dama, Mag. et Dr. phil. (*Großsanktnikolaus, Banat, Rumänien), mehrere und verschiedenartige absolvierte Studiengänge in Temeswar, Bukarest und Wien.

Vormals Rumänist am Institut für Romanistik und am Dolmetsch-Institut der Universität

Wien. Interkulturelle Beziehungen sind sein Forschungsschwerpunkt. In zahlreichen deutschen, österreichischen, ungarischen, rumänischen, spanischen und mexikanischen Zeitschriften sowie in Anthologien veröffentlichte Dama Lyrik, Kurzprosa und Essays

sowie Übersetzungen aus der rumänischen Lyrik (Lucian Blaga, George Bacovia, Nichita Stănescu, Anghel Dumbrăveanu, Octavian Doclin, George Achim, George Vulturescu,

Adriana Weimer u.a.) und Prosa (Laurian Lodoabă). In den USA wurden zwei seiner

Gedichte vertont.

Bereits im Kindergarten, vierjährig, wurde Hans Dama mit Lyrik konfrontiert, als er

anlässlich eines Festes folgende Strophe öffentlich rezitierte und allgemeine Heiterkeit auslöste:

Der Zappelhans

Ich bin der kleine Zappelhans

und nie ist meine Hose ganz.

Ich klettre immer, selbst im Traum,

auf jeden Birn- und Apfelbaum ...

Als Sechsjähriger waren es dann schon mehrere Strophen, die er seiner geliebten Mutter widmete:

Der Milizmann

DU, Mutter, wenn ich größer bin, werd’ ich ein Milizmann.

Ich stell‘ mich auf die Straße hin und zeige, was ich kann ...

Die Leute bleiben alle stehn und selbst die Straßenbahn.

Dann lass ich dich vorüber gehn und seh dich grüßend an.

Die Leute denken, was ist los? Und sagen hinterher:

Ach, wenn doch unser Junge bloß auch ein Milizmann wär.

Die Gedichte wurden seinerzeit von Damas Schwester Erna aufgeschrieben und ihm

zum 60. Geburtstag überreicht.

Hans Dama ist gegenwärtig Autor von acht Lyrikbänden und einem Prosaband neben diversen Veröffentlichungen in Fachpublikationen.

 

 

 

 

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