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Hoher Besuch im Haus Königstein Nidda

 

Staatssekretär  Dr. Manuel Lösel besucht Haus Königstein Nidda

 

Am 18. März besuchte der Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium in Wiesbaden Dr. Manuel Lösel das Haus Königstein in Nidda, um sich über die Arbeit des dortigen Institutes für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien zu informieren.

Foto: isterium.hessen.de

 

Das Institut wurde 1953 als Teil der Königsteiner Anstalten im damaligen Vaterhaus der Vertriebenen von Prälat und späteren Weihbischof Adolf Kindermann in Königstein gegründet und befindet nach der Auflösung des Königsteiner Albertus-Magnus-Kollegs seit 2007 in Geiß-Nidda.

Die Professoren Rudolf Grulich und Adolf Hampel konnten dem interessierten Gast von der Breitenwirkung des Instituts durch die gut besuchten regelmäßigen Tage der offenen Tür, durch die Benutzung der umfangreichen Bibliothek durch Studenten und Heimatforscher und die Zusammenarbeit mit Kollegen aus Tschechien und anderen mittelosteuropäischen Ländern berichten.

Dr. Manuel Lösel begrüßte die Haltung der Versöhnung gegenüber den östlichen Nachbarvölkern, wie sie in den "Mitteilungen Haus Königstein" und zahlreichen Publikationen zum Ausdruck des Institutes komme. Die Tätigkeit als Zeitzeugen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen sei ein wichtiger Beitrag eines an den geschichtlichen Zusammenhängen orientierten Geschichtsbildes.

Die Geschichte und das Beispiel der Millionen deutschen Flüchtlinge, die nach 1945 ihre Heimat verlassen mussten, sind eine Hilfe für die Bewältigung der aktuellen Flüchtlingsprobleme, betonte der Staatssekretär.

Die Mitarbeiter des Instituts waren beeindruckt von den pädagogischen Maßnahmen des hessischen Kultusministeriums zur Förderung der schulischen Ausbildung der geflüchteten Kinder und Jugendlichen aus dem Nahen Osten.

Ohne die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Schulen, wie auch im Institut in Geiß, sind die aktuellen Aufgaben nicht zu bewältigen. Da der Vater des Staatssekretärs aus Tetschen stammt, konnte Professor Grulich dem Gast als Beispiel des reichhaltigen Archivs im Haus Königstein eine Kopie des originalen Vertreibungsberichtes übergeben, den der Pfarrer der Pfarrei Tetschen nach dem Krieg auf Initiative des Königsteiner Priesterreferates über die Geschehnisse  1945 und 1946 erstellt hatte.

                                                                                                

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