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Kulturpreisträger 2017

 

Kultupreisträger 2017

Sudetendeutsche Kulturpreise 2017 

Festveranstaltung:   Freitag, 2. Juni 2017, 19.00 Uhr

Veranstaltungsort:   Goldener Saal des Augsburger Rathauses

Die Sudetendeutschen Kulturpreise werden am Vorabend der Eröffnung des Sudetendeutschen Tages am Freitag vor Pfingsten in Anwesenheit von Schirmherrschaftsministerin Emilia Müller, Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration vom Volksgruppensprecher Bernd Posselt an folgende Persönlichkeiten verliehen:

 

Der Große Sudetendeutsche Kulturpreis 2017 geht an den Südmährer Dr. Hellmut Bornemann. Er hat in seinem langen Leben ein enormes kulturelles Vermächtnis seiner Vaterstadt Znaim geschaffen, wie es nur wenigen Sudetendeutschen in vergleichbarer Art gelungen ist. Gekrönt hat Dr. Bornemann sein Lebenswerk mit dem „Museum Retz – Südmährische Galerie“ mit dem Untertitel „Kulturerbe über Jahrhunderte“. Dieses reicht vom 13. bis in das 20. Jahrhundert. Der passionierte Sammler brachte über die „Dr. Hellmut Bornemann – Stiftung“ seine Werke in die Galerie ein.


Den Sudetendeutschen Kulturpreis für Bildende Kunst und Architektur 2017 erhält der 1975 in Sondershausen geborene Sebastian Weise. Der Fotokünstler setzt sich eingehend mit der Heimatregion seiner Vorfahren auseinander. Er überblendet jeweils ein Foto von „Daheim“ in Böhmen mit einem Foto aus einem ganz anderen Landstrich. Es ergibt sich ein Spannungsfeld zwischen Lebensrealität und Familiengeschichte. Jedes seiner Bilder stellt Fragen und bietet faszinierende vielfältige Interpretationsmöglichkeiten. Die Relikte der Präsenz seiner ehemaligen deutschen Bewohner, wie verödete Friedhöfe, verlassene Gebäude, „sozialisierte“  Landschaften und Fluren, Kritzeleien in deutscher Sprache an Hausruinen usw. erhalten so einen Bezug zum Heute und zum Zukünftigen und werden damit dem Vergessen entrissen.
 

 

Professor Dietmar Grieser erhält den Sudetendeutschen Kulturpreis für Literatur und Publizistik 2017. Der 1934 in Hannover Geborene arbeitete als Journalist und wurde 1973 als Sachbuchautor mit einem Schlag berühmt. Sein Werk umfasst mittlerweile an die 50 Buchtitel, die zu Best- und Longsellern zählen und in viele Sprachen übersetzt wurden. Sein unverwechselbarer, makelloser Stil macht die Lektüre seiner Werke zu einem hoch ästhetischem Erlebnis und heiterer Kulturbildung.
 

Der 1928 in Saaz geborene und im März dieses Jahres verstorbene Prof. Dr. Wolfgang Kaunzner erhält postum den Sudetendeutschen Kulturpreis für Wissenschaft 2017. Die meisten seiner Arbeiten befassten sich mit den großen Rechenmeistern des 15. und 16. Jahrhunderts, vor allem mit Adam Ries, Peter Apian und Johannes Kepler. Besonders hervorzuheben ist die Arbeit über die berühmte algebraische Schrift von Adam Ries, die sog. Coß, deren Autograph im Adam-Ries-Museum von Annaberg (Erzgebirge) verwahrt wird. Kaunzner gab zusammen mit seinem Kollegen Hans Wußing aus Leipzig wesentliche Teile dieser Schrift in Faksimile heraus und versah sie mit erhellenden wissenschaftlichen Kommentaren, welche die Nutzung und das Verstehen der Handschrift erleichtern.
 

Der Sudetendeutsche Kulturpreis für darstellende und ausübende Kunst 2017 geht an Friedrich von Thun. Von Thun zählt zu den bekanntesten österreichischen Schauspielern der Gegenwart. Die Zahl der Filme, Fernsehspiele und Theaterstücke, in denen er mitwirkte, ist unüberschaubar groß, nicht minder das Spektrum der Rollen, die er in Lausbubengeschichten ebenso souverän und oft mit einem leisen Augenzwinkern ausgeführt hat wie in Rosamunde-Pilcher-Filmen und in Kriminalserien wie Tatort, Derrick und der Bulle von Tölz. Das Spektrum ist damit keineswegs erschöpft. Er hat in so berühmten Filmen wie Federico Fellinis Filmsatire „Ginger und Fred“, in „Schindlers Liste“ (1993) von Steven Spielberg und in dem Film „Der Stellvertreter“ (2002) mitgewirkt.
 

Den Sudetendeutschen Volkstumspreis erhält Dr. Wilfried Stolle. Er gehört zu den engagiertesten und kompetentesten Vertretern anspruchsvollen Laienmusizierens der Sudetendeutschen. Stolle hat den Iglauer Singkreis so nachhaltig geprägt, künstlerisch angeleitet und auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet hat wie kein anderer sonst.
 

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