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Präsident Zeman`s Weihnachtsrede - Die Welt / Kronenzeitung

An: 'leser@kronenzeitung.at'
Betreff: Leserbrief zu Präsident Zeman's Weihnachtsansprache 2015

Leserbrief zu Präsident Zeman's Weihnachtsansprache 2015

Willkommenskultur auf tschechisch:

In seiner Weihnachtsansprache vergleicht der tschechische Präsident Milos Zeman, die Flüchtlinge mit dem Trojanischen Pferd. Er sprach sich entschieden dagegen aus, Asylbewerber in Tschechien aufzunehmen. „Dieses Land (Anm.: Tschechien) ist unser Land, es ist nicht für alle da und kann auch nicht für alle da sein“ sagte er zum Abschluss seiner von mehreren TV Sendern ausgestrahlten Ansprache.

Aus: „Die Welt“, 26.12.2015

Damit stellt sich der ranghöchste Vertreter des tschechischen Staates wieder einmal in eine Reihe mit dem tschechoslowakischen Präsidenten Edvard Benes, einem der grausamsten Figuren der Geschichte, der 3 Millionen deutsche Altösterreicher vor 70 Jahren aus ihren Jahrhunderte lang bewohnten Regionen in den Böhmischen Ländern vertrieb und vollständig beraubte. Dabei kamen eine Viertelmillion Menschen, meist Frauen, Kinder und alte Männer, ums Leben.

Bis heute sind die für die Durchführung dieser Verbrechen von Benes erlassenen Gesetzesanweisungen als „Benes Dekrete“ unglaublicherweise ein noch immer weiterbestehender Teil der tschechischen Verfassung.

Gerhard Zeihsel, LAbg. a.D.

Obmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich (SLÖ), Steingasse 25, 1030 Wien

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