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Roman Kopřiva: Internationalismus der Dichter

Roman Kopřiva

Internationalismus der Dichter

Einblicke in Reiner Kunzes und Jan Skácels literarische Wechselbeziehungen

Mit einigen Bezügen zur Weltliteratur.

2014, 388 S., Hardcover mit Schutzutzumschlag, 22 x 15,5 cm, ISBN 978-3-942411-90-5, Preis: € 59,00 zzgl. Versandkosten

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Aus Anlaß des 80. Geburtstages des namhaften deutschen Lyrikers, Autors und Übersetzers  Reiner Kunze (2013) gab der an der Masaryk-Universität Brünn lehrende Germanist Roman Kopřiva seine Disseration an der Technischen Universität Dresden heraus  – als Hommage  für den Autor, der als einer der wenigen Dissidenten im Ex-Ostblock als Künstler und Bürger gegen den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei 1968  öffentlich protestierte und mußte daraufhin mit seiner Familie in die Bundesrepublik übersiedeln.

Reiner Kunze prägte  für die lose und ungezwungene Kommunikation unter den mitunter „verbotenen Menschen“, vor allem Lyrikern aus der DDR und der Tschechoslowakei, den subversiven Ausdruck „Internationalismus der Dichter“ (als Ersatz für den sozialistischen Internationalismus  der offiziellen Propaganda.)

Rohübersetzungen besorgte für Reiner Kunze seine Frau Elisabeth Kunze (Littner), die aus einer deutsch-tschechischen Familie aus Znaim stammt.  Als ihr Vater aus dem Krieg zurückkehrte, wollte er mit seiner Familie die Tschechoslowakei verlassen. Weil er den an ihn herangetragenen Scheidungsvorschlag aber ablehnte, hatte dies das  zwangsweise Verbleiben der Familie im Lande zur Folge. Elisabeth Littner arbeitete später als Ärztin in Aussig an der Elbe, wohin auch Reiner Kunze des öfteren zu Lesungen (in sog. Theatern der Poesie) kam. Seit Ende der 1950er Jahre begleitete und begleitet sie ihn ungeachtet der Sprach- und  Landesgrenzen.

Reiner Kunze erhielt 2014 zuerst von Landeshauptmann Michal Hašek den Preis des Landes Südmähren:  „in Würdigung der Verbreitung des guten Namens und des Ruhmes Südmährens im Ausland sowie in Würdigung der Zivilcourage sowohl bei der Verteidigung der Menschenrechte als auch bei der Verteidigung der Werte von Schönheit und Freiheit“ 

(http://www.kr-jihomoravsky.cz/Default.aspx?ID=223841&TypeID=2/) und wurde im Juni d.J.  von Außenminister Lubomír Zaorálek mit dem Preis Gratias agit „für die Förderung des Ansehens Tschechiens im Ausland“ dekoriert.

– Im Laufe von 50 Jahren übersetzte Reiner Kunze an die 50 tschechische Autoren, darunter den Nobelpreisträger Jaroslav Seifert, vor allen aber Vladimir Holan und Jan Skácel. (http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article128647482/Sensible-Wege-fuehren-zu-Prager-Verwechslungen.html)

"Roman Kopřiva hat mit dieser literaturwissenschaftlichen Untersuchung einen bedeutenden und zugleich hoch differenzierten Bestandteil deutsch-tschechischer Literaturvergleiche vorgelegt." (Volker Strebel, Prager Zeitung 7.8.2014)

Roman Kopřiva stammt väterlicherseits aus dem Schönhengstgau (Rohle) und lebt in Brünn. Deutsch ist seine Vatersprache. An der Masaryk-Universität lud er zur Zusammenarbeit und Ehrendmitgliedschaft am Wissenschaftskolleg Österreich-Bibliothek (wiko.phil.muni.cz) u.a. Dr. Ilse Tielsch ein.

In seiner Monographie untersucht er vor allem Kunzes Skacel-Übetragungen ins Deutsche und ihr Nachwirken in Kunzes Lyrik.  Näheres und Einsicht in sein Buch unter:

http://www.tudpress.de/ThelemXTC2013/product_info.php?products_id=1374

 

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