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Rumäniens Präsident deutscher Herkunft

Einladung zu einem Seminar

 

„Was bedeutet es, dass ein (evangelischer) Deutscher Präsident Rumäniens ist?“ - Innen- und Außenansichten

 

„Der Heiligenhof“, Bad Kissingen
vom 24 bis 26. April 2015

Am 16. November 2014 wurde überraschenderweise der langjährige (seit 2000, insgesamt viermal mit großer Mehrheit gewählte) Hermannstädter Bürgermeister Klaus Johannis in der Stichwahl zum neuen Staatspräsidenten Rumäniens gewählt. Über Jahre war er Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, bevor er Vorsitzender und Präsidentschaftskandidat der Nationalliberalen Partei wurde.

Bereits seine Wahlen  zum Hermannstädter Bürgermeister - mit Mehrheiten von 60 bis 90 Prozent - auf der Liste einer Organisation einer nationalen Minderheit, die in der Stadt einen Bevölkerungsanteil von unter zwei Prozent repräsentiert, sorgten weltweit für Aufsehen. Das Demokratische Forum, die politisch-kulturelle Organisation der Deutschen, besaß zeitweise eine Zweidrittelmehrheit im Stadtrat.

Die Infrastruktur und Verwaltung Hermannstadts wurde seit seinem Amtsantritt modernisiert, viele ausländische Investoren siedelten sich an. 2007 war Hermannstadt Europäische Kulturhauptstadt und ist seither ein Touristenmagnet in Rumänien.

Im ersten Wahlgang der rumänischen Präsidentschaftswahlen lag Klaus Johannis noch weit hinter dem amtierenden Ministerpräsidenten Victor Ponta zurück. Im zweiten Wahlgang verdoppelten sich die auf ihn entfallenen Stimmen, bei etwa gleichem Stand für seinen Gegner und insgesamt höherer Wahlbeteiligung.

Der Wahlkampf war nicht frei von nationalistischen und herabwürdigenden Tönen gegenüber einem Deutschen und evangelischen Politiker. Es steht zweifellos fest, dass Johannis auch und gerade wegen seiner deutschen Nationalität und der von ihm verkörperten oder ihm zugeschriebenen deutschen Tugenden (Fleiß, Zuverlässigkeit, Unbestechlichkeit u.ä.) von der Mehrheitsbevölkerung gewählt worden ist, denn der Anteil der Rumäniendeutschen beträgt nur noch rund 0,2 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Johannis muss mit einem Ministerpräsidenten aus dem anderen politischen Lager leben, wobei die Kompetenzen von Regierungschef und Staatspräsident in einer „semipräsidentiellen Demokratie“ durch die Verfassung nicht genau geregelt und Machtkämpfe vorprogrammiert sind. Wie wird sich die Wahl von Klaus Johannis auf die Entwicklung Rumäniens, auf die bundesdeutsch-rumänischen Beziehungen sowie auf das Leben der deutschen Minderheit in Rumänien auswirken?

Als Referenten konnten gewonnen werden: Dr. Stefan Cosoroabă, EKR, Referent für institutionelle Kooperationen, Hermannstadt: Wer hat und warum Klaus Johannis  gewählt? Eine Wahlanalyse; Emilian Dranca, Bukarest: Was bedeutet die Präsidentschaft von Klaus Johannis aus der Sicht rumänischer Intellektueller?; Hartmut Koschyk, MdB, Aussiedlerbeauftragter der Bundesregierung, Berlin/Bayreuth: Was bedeutet die Amtszeit für die deutsch-rumänischen Beziehungen?; Winfried Ziegler, Hermannstadt, Geschäftsführer des Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen: Sind „wir“ Präsident? Was bedeutet es für die deutsche Minderheit und ihr Umfeld?; Dr. Josef Karl, Berlin: Vom Minderheitenvertreter zum Präsidenten. Kontinuität erfolgreichen Wirkens; Robert Schwartz, Rumänienredaktion der Deutschen Welle, Berlin: Weltweite Medienresonanz der Wahl von Klaus Johannis; Altbischof Prof. Dr. Christoph Klein: Was bedeutet „Evangelisch“ und „Deutsch“ im Rumänien des denkwürdigen Jahres 2014? Eine theologische Deutung; Zum Abschluß gibt es eine Podiumsdiskussion: „Wir sind Präsident“. Messianische Hoffnungen auf diese Präsidentschaft? Außerdem wird ein filmisches Interview von Christel Ungar-Ţopescu (TVR) mit Klaus Johannis kurz nach dessen Wahl gezeigt.

Die Tagung beginnt am Freitagabend mit dem gemeinsamen Abendessen und ist am Sonntag nach dem Mittagessen zu Ende. Die Teilnahme kostet 60,00 Euro (ermäßigt für Studierende, Teilnehmer aus Ostmitteleuropa, Bedürftige: 20 €) und ggf. EZ-Zuschlag 20,00 Euro, zuzüglich 3,50 Euro Kurtaxe, jeweils für den gesamten Zeitraum. Der Teilnahmebeitrag beinhaltet Unterkunft, Verpflegung und Programmkosten. Auf Wunsch können wir Ihnen das detaillierte Programm der Tagung sowie ein Anmeldeformular zusenden. Bitte melden Sie sich umgehend, spätestens bis zum 10. April 2015, bei uns an. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Anmeldungen und Anfragen sind unter dem Stichwort: „Präsident Rumäniens“ ab sofort möglich an: "Der Heiligenhof", Alte Euerdorfer Straße 1, 97688 Bad Kissingen, Fax: 0971/7147-47 oder per Mail an: hoertler@heiligenhof.de

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"Der Heiligenhof"
Bildungsstätte - Schullandheim - Jugendherberge

Geschäftsführer: Steffen Hörtler
Alte Euerdorfer Straße 1
97688 Bad Kissingen
Tel.: 0049 (0) 971/7147-0
Fax: 0049 (0) 971/7147-47
Mobil: 0049 (0) 170/5338972
E-mail: hoertler@heiligenhof.de
www.heiligenhof.de

 

 

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