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Südmährisches Museum Znaim: Fotobericht

Das Zweite Kriegsjahr – 1915 – im Südmährischen Museum Znaim

Utl.: Erinnerung an das IR 99 – „Die gelben Teufel“

„Das Südmährische Museum Znaim“ setzt seine Ausstellungs-Serie über die fünf Jahre des Ersten Weltkrieges fort.


Fotoserie vom Besuch des Museums am 27.Okt 2015 am Ende des Artikels


In der Zeit bis zum 17. Nov. 2015 ist im Sonderausstellungsraum des „Hauses der Kunst“ am Unteren Platz Nr. 11 in Znaim der zweite Teil von „Einhundertjährige Erinnerung an das 2. Jahr des Großes Krieges“ zu sehen.

Öffnungszeiten:

Dienstag – Samstag        9:00 – 11:30 Uhr          und  12:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:  20,- Kronen

1914 – Hoch neunundneunzig tapferes Regiment – 1915 “, mit dieser Postkarte als Signal leitet der Kurator der Schau, Herr Dr. phil. Jiří Kacetl, über und führt den Besucher mit vielen Exponaten und Lagekarten an die Kriegsschauplätze des Jahres 1915 der „99er“, dem Znaimer Hausregiment.

Ein großes Wappenschild mit Kaiseradler „ Doppelaar in Eisen“ steht zentral im Raum, das den „Witwen u. Waisen des k.k. Landsturm-Bezirks-Kommandos 24 in Znaim“ mit vielen Stollennägeln und Medaillons verschiedener Truppenführer u. Erzherzöge verziehrt gestiftet  war.

„Wer den Besten seiner Zeit genug getan, Der hat gelebt für alle Zeiten“ steht im Gedenkbuch der Spender, das auf Anregung des k.k. Hptm. Julius von Giovanelli und von Ldst.Feldwebel Adolf Siegl gestiftet wurde und auch ausgestellt ist..

Es folgen Wegekarten ua. des k.u.k Infanterieregiments Nr. 99 ( Dez. 1915) auf dem nördlichen Kriegsschauplatz in russisch-Polen und Wolhynien, ein Foto von Conrad v. Hötzendorf  mit General Böhm-Ermolli in Lemberg am 22. Juni 1915 und eine Wandtafel beschreibt das Wiener-Znaimer k.k. 24. Landwehr-Infanterie-Regiment.

In der Mitte des Raumes sind ein Mannlicher-Karabiner, verschiedene Seitengewehre (Bajonette) und Säbel aber auch Helme (Dragoner ) und ein italienischer Stahlhelm in Vitrinen zu sehen.

Die Situation „zu Hause in Znaim“ zeigen viele Originalfotos (Vergrößerungen) des Lazaretts

(K.u.k. Reservespital Nr.2) in Klosterbruck samt den Verwundeten (1915 waren es 2493 in ganz Znaim!) und deren Pflege.

Eine Abbildung zeigt die Vier:  Kaiser Wilhelm, Kaiser Franz Josef,  Talat Pascha (Türkei) und Ferdinand I. (von Bulgarien) : „Vereinte Kräfte führen zum Ziel.“

 

Die Sonderausgabe des Znaimer Wochenblatts“ vom Nr. 42, vom Montag, 24. Mai 1915 (66.Jg) berichtet von der „Kriegserklärung Italiens“

 

„Österreich sei ruhig, sie [die 99er]  schützen unser Heim“, steht auf einer Ansteckschleife

und anders wo findet man:

„Denke, o Znaim, des Geschicks Deiner tapferen, wehrhaften Söhne:

Siech, verkrüppelt und krank – Opfer des blutigen Krieges!

Gäbst Du die Fülle des Guts – genug nicht hast Du getan;

Schöpftest den Sprachschatz Du aus – des Lobs noch wär es zu wenig!

Znaim, Soldatentag am 4. Oktober 1915.“

Schade aber, dass die Schauvitrinen nur tschechisch beschriftet sind!

Aber alles sehr sehenswert und von Wien aus direkt mit der (1871 eröffneten) und nunmehr elektrifizierten  NW-Bahn bequem erreichbar.

Fotos vom Besuch des Südmährischen Museums in Znaim am 27. Oktober 2015:

https://www.dropbox.com/sh/x8jpuj6gj0uph19/AAD6VrG9x4XY-or0R6d7pHDHa?dl=0

 

 

 

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