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SLÖ-Steiermark: Jahreshauptversammlung

SLÖ-Landesgruppe Steiermark hielt ihre Jahreshauptversammlung und Delegiertentagung am 2.4. in Graz ab

Utl.: Landesobmann Dr. Helge Schwab wiedergewählt, DI Dr.Erich Blaschke neuer Stellvertreter

Der Landesobmann begrüßte die Versammelten aus den Bezirken und die Ehrengäste Univ.Prof. Reinhold Reimann, der über „Vertriebene-Flüchtlinge-Asylanten, Reizwörer in einer bewegten Zeit“ referierte und SLÖ-Bundesobmann LAbg.a.D. Gerhard Zeihsel, der Worte der Begrüßung sprach und über aktuelle Ereignisse berichtete.

Die Berichte des Obmannes, des Landeskassiers und der Rechungsprüfer wurden diskutiert und angenommen.

Zeihsel leitete die Neuwahl und merkte an, dass von den zehn zu wählenden Funktionen noch 80% in der Heimat geboren wurden und nur zwei in Graz! Da nur eine Liste kandidierte wurde gemeinsam abgestimmt und die Liste einstimmig angenommen.

Dr.Reinhold Reimann nahm einen Kommentar von Sibylle Hamann vom 27. Jänner 2016, „Die Presse“, Wien: Wohin man schaut: Lauter Flüchtlingskinder zum Anlass, die oft gängige Gleichsetzung von Heimatvertriebenen 1945/46 mit den heutigen Flüchtlingen, „wonach gerade Heimatvertriebenen und deren Nachkommen ein besonderes Verständnis für Flüchtlinge von heute aufbringen müßten“, in Frage zu stellen!

„In einem Leserbrief schreibt ein Sudetendeutscher aus Hohenelbe im Riesengebirge, er widerspreche als Zeitzeuge der Vertreibung, denn das war eine physische, mit Gewaltmaßnahmen verbundene Vertreibung, bis Ende Juli 1945 auf Grundlage der Beneš-Dekrete, ab Anfang August

gemäß den Potsdamer Protokollen der drei Alliierten UdSSR, USA und England wurde zynischerweise ein „geordneter und humaner Transfer“ deutscher „Bevölkerungsteile“ aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn [Jugoslawien übrigens nicht erwähnt!] ab 1946 mit Viehwaggontransporten organisiert.

Heutige Flüchtlinge gehen freiwillig – und suchen sich das Zielland aus! Wenngleich diese „Freiwilligkeit“ relativ zu sehen ist: als Flucht vor kriegerischen, lebensbedrohenden Ereignissen.

Das traf freilich auch für einen Teil der Deutschen Ost- und Westpreußens, Pommerns, Ostbrandenburgs und Schlesiens zu – die Flucht vor der anrückenden Roten Armee!

Doch ein wesentlicher Unterschied, zumindest bezüglich der Ostdeutschen: Diese flohen in ihren Staat, dessen Staatsbürger sie waren – hatten also ein Recht darauf!

Ein Recht auf Immigration gibt es nicht!

Freilich: In der Notzeit der ersten Nachkriegsjahre emigrierten Manche aus Deutschland (und Österreich) vornehmlich nach Nord- und Südamerika – mußten zuvor jedoch ihre Aufnahme durch die dortigen Staaten sicherstellen!

Die meisten hatten jedoch gar nicht die Möglichkeit des „Weglaufens“, sondern mußten hier die Schaufel in die Hand nehmen!

Vgl. mit Ungarn 1956, der Tschechoslowakei 1968, bedingt auch Bosnien 1992–1995:

Hier kamen Europäer – viele auch vorübergehend – in einen europäischen Nachbarstaat; d. h. nicht, daß wir Europäer als „wertvoller“ ansehen wollen – doch war weitgehende kulturelle und religiöse Gleichheit gegeben.

Zudem: Frage der Quantität (wenngleich man dieses Argument moralethisch anfechten kann): es kam eine überschaubare Anzahl, für den aufnehmenden Staat verkraftbar!

Niemand kann von einem Staat unbegrenzt Unzumutbares verlangen, wenngleich auch dies subjektiv ist. Aber eine grenzenlose Überflutung durch Migranten wird nicht diesen unsere besseren Zustände bescheren, sondern uns mitsamt jenen (!) gerade die Zustände, vor denen sie geflohen sind!

Und: Warum nicht in arabische/muslimische Staaten?

Asylwerber/Asylanten

Personen, die bei einem Land, dessen Staatsbürgerschaft sie nicht besitzen, Asyl (= Aufnahme und Schutz vor politischer, religiöser oder sonstiger Verfolgung) suchen und finden – kann auch für begrenzte Zeit sein!

Neuerdings auch vor Krieg, Dürre usf.

Übergang zum Wirtschaftsflüchtling ist fließend – ist er das?

Wesentlich: „Schutz vor politischer, religiöser oder sonstiger Verfolgung“ zu suchen und zu finden heißt nicht, sich das Zielland nach persönlichem Geschmack aussuchen zu können!

Genfer Flüchtlingskonvention (1951)

Bezieht sich auf Verfolgte wegen Rasse, Volkszugehörigkeit, Religion, sozialer Stellung, politischer Überzeugung.

Begründet kein Asylrecht; Armut ist nicht angeführt!

Dublin-III-Verordnung (2013)

Zuständig für die Behandlung eines Asylverfahrens ist der erste betretene Schengen-Staat – Österreich also nur bei Einreise auf dem Luftweg!

 

 

 

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