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Tötet die Deutschen ! Flucht und Vertreibung

Sonderheft

Tötet die Deutschen!

Flucht und Vertreibung 1945: Ostpreußen – Schlesien – Pommern - Sudetenland

130 Seiten, bebildert, Großformat, Preis € 12,80 plus Versandkosten

Lesen & Schenken GmbH, D-24035 Kiel, Tel. 0049(0)4384/59 70 Tel.: 0049(0)43 84 /59 70-0;  Fax: 0049 (0) 43 84 / 59 70 – 40, E-Post: kathrin.matzner@lesenundschenken.de

Verlag Deutsche Militärzeitschrift (DMZ), Postfach 52, D-24236 Selent, E-Post: verlag@deutschemilitärzeitschrift.de,

Das Inferno, das 1945 über den deutschen Osten hereinbrach, dokumentiert dieses umfangreiche Sonderheft der Deutschen Militärzeitschrift (DMZ). Todestrecks, Massenvergewaltigungen, Abschiebung eingepfercht im Viehwaggon – das war das Schicksal von 15 Millionen Ost- und Sudetendeutschen, das 2,7 Millionen von Ihnen nicht überlebten.

„Was ist wohl niederträchtiger? Das millionenfache Leid eigener Landsleute zu verharmlosen oder es gleich komplett zu ignorie­ren? Für die erste Variante entschied sich vor 30 Jahren der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker, als er Flucht und Vertreibung der Deutschen eine „erzwungene Wander­schaft“ nannte. Der amtierende Bundespräsident Joachim Gauck ließ das grausame Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen in seinen Gedenkreden gleich ganz außen vor und forderte statt dessen den Dank der Nachgeborenen für den „aufopferungsvol­len Kampf der ehemaligen Gegner in Ost und West“.

Zwischen diesen Aussagen liegen 30 Jahre. In ihnen spiegelt sich der rapide Bedeutungsverlust der Vertriebenen und ihrer Nachkommen als gesellschaftliche Gruppe und als Wähler­schicht. Vor drei Jahrzehnten mußte die Politik zumindest noch ein gewisses Maß an Rücksicht auf sie nehmen, heute dagegen sind die Funktionäre ihrer Verbände vollständig domestiziert, so daß die zivilen Opfer des Krieges sogar vom deutschen Staats­oberhaupt verhöhnt werden können, ohne daß es einen Auf­schrei gibt. Denn die höchsten Opfer des „aufopferungsvollen“ Kampfes unserer Gegner hatten die Ostdeutschen zu erbringen.

Auf ihrem Siegeszug gen Westen 1944/45 kannte die rote Soldateska kein Erbarmen und zeigte nicht die Spur einer Ach­tung vor dem Kriegsvölkerrecht. Die Rote Armee mordete, fol­terte, plünderte, brandschatzte und vergewaltigte – ob ihre Op­fer Uniform trugen oder nicht, Nazis waren oder Nazigegner, machte keinen Unterschied. Ihr Stichwortgeber war der kom­munistische „Schriftsteller“ Ilja Ehrenburg, für den es „nichts Lustigeres als deutsche Leichen“ gab und der zu Vergewaltigun­gen aufrief, um „den Rassenhochmut der germanischen Frauen“ zu brechen. Rund zwei Millionen deutscher Frauen und Mäd­chen mußten erfahren, daß dies keine leeren Worte waren.

Wie „befreit“ werden sich diese geschändeten, gequälten Frauen gefühlt haben? Wie „befreit“ werden sich jene gefühlt haben, die für immer ihre Heimat verloren, ihr ganzes Hab und Gut, um sich mit nicht viel mehr als einem Koffer und den zerschlissenen Klei­dern am Leib auf den Weg nach Westen zu machen. Und die unter Hunger, Kälte und Entbehrungen gemeinsam mit ihren Landsleuten in West-und Mitteldeutschland ein in Trümmern liegenden Land wiederaufbauen mußten – immer mit der Angst vor Willkür und Schikanen der Besatzungstruppen im Nacken.

Von jenen, die diese Schrecken selbst durchmachen mußten, leben immer weniger. In einer Zeit, in der selbst höchsten deut­schen Politikern das Leid der eigenen Landsleute keinen Pfiffer­ling wert ist, gebieten es Anstand und Wahrhaftigkeit, gegen das Vergessen anzukämpfen. Auch unsere Toten verdienen ein ehrendes Angedenken. Dazu soll dieses Sonderheft zu Flucht und Vertreibung einen Beitrag leisten.“                                                                  

Guido Kraus, Chefredakteur der DMZ

 

 

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