Das Nationaltheater in Sombor zeigt das „Heimatbuch“ von Kaca Čelan


Eine beeindruckende Aufführung war am vergangenen Freitagabend im Nationaltheater Sombor zu erleben. Das Ensemble überzeugte mit seiner Inszinierung des preisgekrönten Dramas „Heimatbuch“.


Am vergangenen Freitag, den 16.10.2015, eröffnete das Nationaltheater in Sombor die neue Spielzeit mit einer ganz besonderen Premiere. Mit seinem neuesten Stück „Heimatbuch“ nach dem Text von Kaća Čelan, überzeugte das Ensemble auf der Bühne des restlos ausverkauften Theaters. Unter den Premieregäste waren zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Politik.


Die Regie führte Gorčin Stojanović. Auch für ihn dürfte der Abend etwas ganz Besonderes gewesen sein. So hatte er bereits zwölf Jahre auf eine Gelegenheit gewarten, die herausfordernde und delikate Geschichte um die Gefangenen des Lagers Gakowo nach dem Zweiten Weltkrieg in Szene zu setzen.


„Heimatbuch” handelt von zwei deutsche Familien - genauer gesagt Donauschwaben, die im Lager in Gakowo gefangen gehalten werden und versuchen, nach der Kapitulation Deutschlands ihr Leben zu retten. Streng bewacht von den serbischen Siegern, bleibt ihnen nur die Wahl zwischen Pest und Cholera: Anpassung an das kommunistische System oder Fluchtversuch.


Das Drama der aus Serbien stammenden Autorin Kaća Čelan wurde 1989 in Subotica, uraufgeführt. Die aktuelle Inszenierung in Sombor eröffnet neue Fragen der Geschichte Serbiens.


Das Somborer Nationalheater wird sich mit seiner beeindruckenden und gelungenen Inszenierung des Dramas für das internationale Theaterfestival „Sterijino pozorje“ bewerben.

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